Festspielblog 2027 – Prolog oder: Ein Salat im Schatten

Festspielblog 2027 – Prolog oder: Ein Salat im Schatten

Drei Jahre

Drei Jahre. Das klingt verdammt lang. Drei Jahre ... was man in der Zeit alles machen kann.

Falsch gedacht!

Die Zeit rennt, und ehe man sich versieht, stehen die nächsten Festspiele schon wieder vor der Tür.

Doch drehen wir die Zeit ein wenig zurück und fangen etwas weiter vorne an.   -  Juli 2024. Genauer gesagt: der 18.

Das weiß ich deshalb so genau, weil am Tag zuvor die Premiere der Eulenspiegel-Festspiele war. Ich bin also noch ein wenig verkatert von der Premierenfeier. Wobei ... so lange habe ich gar nicht gemacht. Ich war einfach viel zu erschöpft von den Endproben der vergangenen Woche.  Mittagessen. Strahlender Sonnenschein. Im Café am Markt, im Schatten unseres eigens für die Festspiele aufgebauten Technikturms, sitze ich mit Jochen Buchholz, dem Produzenten der Festspiele, bei einem Salat.

Wir lesen Kritiken, diskutieren Zuschauerstimmen und vergleichen unsere Beobachtungen. Eigentlich sind wir aber vor allem eines: erleichtert, dass alles gut über die Bühne gegangen ist.

„Die besten Festspiele aller Zeiten!“

Ja, das hört man in Mölln eigentlich nach jeder Premiere. Aber komm schon: Es gab wirklich viele begeisterte Rückmeldungen aus dem Publikum. Klar, man kann nie jeden Geschmack treffen, aber im Großen und Ganzen können wir mit unserer Arbeit ziemlich zufrieden sein.

Und während ich noch auf meinem Salat herumkaue, kommt plötzlich die Frage:

„Kannst du dir vorstellen, bei den nächsten Festspielen noch einmal Regie zu führen?“

Uff ...

Ich weiß ja nicht.

Obwohl ... bis dahin ist ja noch so viel Zeit. Die Festspiele finden schließlich nur alle drei Jahre statt. Bis dahin habe ich mich bestimmt auch von den Strapazen der letzten zwei Wochen erholt. 2027 ... das ist ja noch ewig weit weg!

Und in mir drin?

YES! Wie schön! Die Arbeit hat sich gelohnt. Man ist mit mir zufrieden! Und ja ... ich finde auch, wir sind hier ein ziemlich gutes Team.

Ich sage also Ja. Noch bevor mein Teller leer ist. Schließlich muss ich mir den Kopf darüber noch lange nicht zerbrechen. Tz ... drei Jahre.      Da habe ich ja alle Zeit der Welt.

Und damit wären wir wieder am Anfang:

Drei Jahre. Das klingt verdammt lang. Drei Jahre ... was man in der Zeit alles machen kann.

Wie kurz drei Jahre tatsächlich sind und was das Möllner Festspielteam während dieses dreijährigen „Winterschlafs“ so alles treibt, möchte ich in den kommenden Wochen und Monaten mit euch teilen.

Also: Wenn ihr Lust habt, nehme ich euch hier mit hinter die Kulissen der Eulenspiegel-Festspiele Mölln.

Wie entsteht eigentlich ein neues Stück? Wer trägt wofür die Verantwortung? Wo kommen die Sponsoren her? Und was muss alles schon laaaaange vor den ersten Castings geplant und organisiert werden?

Denn eines kann ich euch jetzt schon verraten: Von Winterschlaf kann eigentlich keine Rede sein.

Heute fällt also der Startschuss für meinen Festspielblog 2027. 

Und ich freue mich nicht nur auf die Festspiele, sondern auch tierisch auf diesen kleinen Blog!